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Transgenerationale Übertragungen

Freitag, 5.11. - 6.11. 2010
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et.

Organisiert vom Forschungsprojekt Generationen in der Erbengesellschaft. Ein Deutungsmuster soziokulturellen Wandels am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

Gefördert von der VolkswagenStiftung.


Im derzeitigen kulturellen Wandel - dramatisch unterstrichen durch den demographischen Wandel - sind Übertragungsprozesse zwischen Generationen, Alterstufen, sozialen Gruppen und Zeiten zur kritischen Größe geworden. Institutionalisierte soziokulturelle Transfer-Dispositive (Erbrecht, Rentensystem, Kulturerbe, Familie, Generationensystem) werden heftig, breit, aber überwiegend ergebnisarm diskutiert. So zeugt die anhaltende Debatte um Generationengerechtigkeit von den immensen Schwierigkeiten, den durch das Konzept der ‚künftigen Generationen' belebten Zukunftshorizont in ökologischer und ökonomischer Räson zu kalkulieren. Die Diagnostik des Wandels kommt ohne die Reflexion von Übertragungskonzepten nicht aus. Das Symposium ist als Beitrag zur Gegenwartsdiagnostik gedacht und als interdisziplinäres Gespräch zwischen Wissenschaftlern, die aus unterschiedlicher Perspektive mit Übertragungsprozessen zwischen den Generationen befasst sind: etwa von Eigentum, Werten, Berufen, Verhaltensformen, Traumata (oder deren Unterbrechung beispielsweise durch Kinderlosigkeit). Dabei sollen die je spezifischen Beobachtungsmethoden für generationenübergreifende Handlungsstränge insbesondere auf ihre kulturelle Signifikanz für die gegenwärtige Situation befragt werden. Wie wird im Umgang mit Erbe, Vererbung, mit Imprinting, mit Bildung der belebte Übergriff auf andere Lebenshorizonte gedacht und entworfen? Wie sind Übertragung, Überlieferung, Tradierung zu differenzieren? Was z.B. ereignet sich in kultureller, soziologischer, biologischer oder psychologischer Hinsicht, wenn sich die Vektoren der Übertragung umkehren, d.h. Eltern ihre Kinder 'beerben', von ihnen lernen? Wie werden Übertragungen von den ‚Gebern' und ‚Empfängern' - auch imaginativ, und symbolisch - verarbeitet?

Unter Teilnahme von u.a. Werner Bohleber, Franz Breuer, Walter Erhart, Bernhard Horsthemke, Gerda Neyer, Paul Schmid-Hempel, Bettina Völter, Sigrid Weigel.

Kontakt:
Jörg Thomas Richter
Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Schützenstraße 18
D-10117 Berlin
Germany
tel. ++49/30/20192-176
richter@zfl-berlin.org






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Letzte Änderung: 25.09.2007 - Feedback